Professionalisierung im Bildungsbereich (abgeschlossene Projekte)

Projekt "Machbarkeitsstudie zu Adaption und Einsatz eines deutschsprachigen Instruments zur Erfassung der fachdidaktischen Kompetenzen von Lehrkräften im Fach Wirtschaft in den USA"

Das Projekt fußt auf zwei Zielsetzungen: Erstens soll ein für den deutschsprachigen Raum entwickeltes und validiertes Testinstrument zur Erfassung der fachdidaktischen Kompetenzen von (angehenden) Lehrkräften im Fach Wirtschaft für die USA adaptiert werden. Zweitens soll dieser Einsatz in der Lehrkraftbildungspraxis erprobt werden, um im Anschluss daran erste vergleichende Analysen zur Lehrerbildung im Bereich Wirtschaft in Deutschland und den USA zu erstellen. Dabei trägt das Vorhaben nicht nur zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen im Zuge der Professionalisierung der (angehenden) Lehrkräfte bei, sondern verhilft auch zu einer stärkeren internationalen Vernetzung und Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandortes Mainz zur Erforschung von Lehrkraftkompetenzen im kaufmännisch-verwaltenden Bereich.

Das Projekt wird von Univ.-Prof. Dr. Olga Zlatkin-Troitschanskaia und Dr. Christiane Kuhn durchgeführt.

Forschungsbereiche: Internationale Hochschulforschung, Professionalisierung im Bildungsbereich

 

Grammatisches Wissen von Lehramtsstudierenden

Das zwischen den Universitäten Mainz und Frankfurt bestehende Kooperationsprojekt hat zum Ziel, das Grammatikwissen von Lehramtsstudieren zu eruieren, um die sprachwissenschaftliche und sprachdidaktische Hochschullehre in den Bachelor- und Master of Education-Studiengängen zu reflektieren. Da bisherige Studien gezeigt haben, dass Schülerinnen und Schüler deutliche Schwächen im grammatischen Wissen besitzen, muss gegebenenfalls die Hochschullehre angepasst werden, um auch ein differenziertes Wissen von angehenden Lehrkräften bezüglich grammatischer Phänomene und Begriffsbildungsprozessen zu fördern. Im Rahmen des Projekts soll ein Fragebogen entwickelt werden, der das Grammatikwissen von Lehramtsstudierenden dokumentiert, die Anwendung des Grammatikwissens prüft sowie die Veränderung des Wissens und dessen Anwendung erfasst. Als Zielgruppe der geplanten Querschnittserhebung sind Lehramtsstudierende des Faches Deutsch in verschiedenen Phasen ihres Studiums vorgesehen.

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. Anja Müller
FB05 – Philosophie und Philologie, Deutsches Institut, JGU

Dr. des. Sabrina Geyer
FB 10 Neuere Philologien, Institut für Psycholinguistik und Didaktik der deutschen Sprache, Goethe-Universität Frankfurt

 

Professionalisierung ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen in der außerschulischen christlich-religiösen Bildung in Deutschland

Im Feld der außerschulischen christlich-religiösen Bildung sind informelle Bildungsangebote in der Fläche christlicher Gemeinden traditionell und bis heute von zentraler Bedeutung. Diese werden zu einem erheblichen Anteil von ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen durchgeführt, die dabei häufig ohne jede gezielte religionspädagogische Vorbereitung agieren. Damit ergibt sich die Frage, wie eine religionspädagogische Kompetenz bei diesen Personen vermittelt werden kann, die in der Regel nicht mit universitärer religionspädagogischer Bildung in Kontakt kommen. Diese Aufgabe wird maßgeblich von Hauptamtlichen übernommen, die allerdings auf diese Kompetenzvermittlungsaufgabe im Rahmen ihres fachtheologischen Studiums in der Regel nicht vorbereitet werden. Im Bereich der Kirchen ist hierauf mit unterschiedlichsten, wenig koordinierten Professionalisierungsmaßnahmen reagiert worden. Gleichwohl hat sich die empirische religionspädagogische Forschung diesem Personenkreis und der Frage der Professionalisierung ehrenamtlicher durch hauptamtliche Mitarbeiter/-innen allenfalls am Rande gewidmet. Das vorliegende Projekt zielt darauf, in diese Forschungslücke vorzustoßen und einen Projektantrag vorzubereiten. Dazu soll der Fokus auf einen zentralen Teilaspekt des professionellen Selbstkonzepts der Akteure gelegt werden, nämlich deren in der Selbstbeschreibung dokumentierte religionspädagogische Orientierungen. Es wird untersucht, inwieweit sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen hierin unterscheiden und ob sich verschiedene Typen religionspädagogischer Orientierungsmuster entdecken lassen. Interpretation und Diskussion des Befundes zielen auf die Generierung erster Hypothesen über das Professionalitätsprofil ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen, die weitere konkrete Forschungsperspektiven eröffnen.

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dr. Stefan Altmeyer
Katholisch-Theologische Fakultät, Seminar für Religionspädagogik, Katechetik und Fachdidaktik Religion, JGU

 

Belastungen und Beanspruchungsreaktionen zukünftiger Lehrkräfte im Studium und Vorbereitungsdienst: Die Rolle von situativen und stabilen Ressourcen

Zahlreiche Studien zeigen, dass bereits Referendare psychische Beanspruchungsreaktionen aufzeigen. Mit dem Ziel, Einflussfaktoren für eine geringe Beanspruchung zukünftiger Lehrkräfte ausfindig zu machen, werden in dem Forschungsantrag, für das Drittmittel eingeworben werden sollen, mögliche Einflussfaktoren analysiert, die eine geringe Beanspruchung begünstigen. Im Vergleich zu bereits existierenden Studien, die sich mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt haben, liegt der Fokus des vorliegenden Projekts auf einer prospektiven Herangehensweise: Was kennzeichnet Personen in der letzten Phase des Studiums, die später im Vorbereitungsdienst wenig beansprucht sind? Mögliche Einflussfaktoren für eine geringe Beanspruchung können sich hierbei auf stabile wie situative Einflussfaktoren beziehen. Mit dem Wissen um mögliche Einflussfaktoren auf eine geringe Beanspruchung im Vorbereitungsdienst ist es Ziel des Projekts, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und zu implementieren, die bereits im Studium ansetzen und somit mögliche Beanspruchungsreaktionen in der Tätigkeit von Lehrkräften minimieren.

Poster zum Download

Ansprechpartner:
Dr. phil. Tanja Kurtz
Dr. med. Ann-Kathrin Jakobs
Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel
Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Mainz

 

Belastungen und Beanspruchungsreaktionen von Referendaren und deren Erwartungen an Präventionsangebote im Bereich Gesundheit

Das Projekt "Belastungen und Beanspruchungsreaktionen von Referendaren und deren Erwartungen an Präventionsangebote im Bereich Gesundheit", wird von Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel geleitet. Ziel des Projektes ist einerseits, Belastungen und Beanspruchungsreaktionen von Referendaren mit qualitativen semistrukturierten Einzelinterviews zu erfassen. Andererseits gilt es zu untersuchen, welche Präventionsangebote im Bereich Gesundheit die Referendare als nützlich empfinden. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Lehrergesundheit und der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz sowie der Psychologie in den Bildungswissenschaften.

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel
Institut für Lehrergesundheit am Institut Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Mainz

 

Entwicklung eines Konzepts zur arbeitsmedizinischen Betreuung von Referendaren sowie Lehrkräften in den ersten Berufsjahren

Das Projekt wird vom Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und der Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften der Universität Mainz durchgeführt. Ausgangspunkt des Projekts sind die vielfältigen Anforderungen und Belastungen sowie Beanspruchungsreaktionen von Referendaren und Lehrkräften in den ersten Berufsjahren. Aktuelle Studien (z.B. Zimmermann et al. 2011) geben Hinweise darauf, dass das Referendariat viele Belastungen mit sich bringt, die zu einer psychischen Beeinträchtigung bei den Referendarinnen und Referendaren führen können. Ziel dieses Projektes ist die Antragstellung eines interdisziplinären Projekts mit einer mehrjährigen Laufzeit bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ziele des geplanten Hauptprojektes sind u. a. die Erfassung von Belastungen und Beanspruchungsfolgen von Referendaren und Lehrkräften in den ersten Berufsjahren sowie die Entwicklung einer berufsbegleitenden arbeitsmedizinischen und psychosomatischen Betreuung.

Ansprechpartnerin:
Dr. Sarah Dudenhöffer
Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Mainz

 

Belastungen und Beanspruchungsreaktionen von Referendarinnen und Referendaren und deren Erwartungen an betriebliche Präventionsangebote

Das Projekt wird vom Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und der Abteilung Psychologie in den Bildungswissenschaften der Universität Mainz durchgeführt. Ausgangspunkt des Projekts sind die vielfältigen Anforderungen und Belastungen sowie Beanspruchungsreaktionen von Referendaren und Lehrkräften in den ersten Berufsjahren. Das Ziel dieser Studie ist es, Belastungen und Beanspruchungsreaktionen von Referendarinnen und Referendaren qualitativ zu erfassen und zu untersuchen, welche Präventionsangebote die Referendarinnen und Referendare als nützlich empfinden und welche Erwartungen und Bedürfnisse sie bezüglich dieser haben. Die Ergebnisse aus dem Projekt sollen sowohl zur Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote verwendet werden als auch Anhaltspunkte für weitere Forschungsprojekte geben.

Ansprechpartnerin:
Dr. Sarah Dudenhöffer
Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Mainz

 

Leichter Lernen mit interaktiven Medien? Zum Einfluss individueller Differenzen in der exekutiven Kapazität auf das Lernen in interaktiven Lernumgebungen

Mit dem zunehmenden Einsatz interaktiver Medien wie Smartboards oder Tablet-Computer im Schulunterricht und in der Hochschullehre ist unter anderem die Hoffnung verbunden, dass sich damit die Lernmotivation und die Lernleistungen verbessern lassen. Trotz dieser hohen Erwartungen fehlt es aber sowohl an einem theoretischen Rahmen, vor dessen Hintergrund die Anforderungen, die das Lernen mit interaktiven Medien an die Lernenden stellt, analysiert werden können, als auch an fundierten experimentellen und kognitionspsychologisch ausgerichteten Studien, die sich mit den Auswirkungen des Lernens mit interaktiven Medien auf das Arbeitsgedächtnis der Lernenden befassen. In dem Forschungsprojekt soll deshalb untersucht werden, (1) inwieweit interaktiv und multimedial/multimodal gestaltete Lernumgebungen die Arbeitsgedächtniskapazität beanspruchen und ob sich aus dieser Beanspruchung, je nach individueller Ausprägung der Kapazität, differentielle Effekte im Hinblick auf die Lernleistung ergeben, (2) ob die Belastungen, die sich aus der Interaktivität und multiplen Repräsentationsformaten ergeben, kumulativ wirken, (3) ob die Anforderungen an die Arbeitsgedächtniskapazität, die das Lernen mit interaktiv und multimedial/multimodal gestalteten Lernumgebungen mit sich bringt, durch metakognitive Hilfen besser bewältigt werden können und ob die Effektivität dieser Hilfen durch interindividuelle Differenzen in der Arbeitsgedächtniskapazität moderiert wird. Auf der Basis der Ergebnisse dieser Studien sollten sich Empfehlungen für die Gestaltung und den Einsatz von interaktiven, multimedialen/multimodalen Lernumgebungen ableiten lassen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Christiane Baadte
Psychologisches Institut, JGU